Hilfe bei Behandlungsfehlern

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    • Hilfe bei Behandlungsfehlern

      Ist ein Patient mit dem Ergebnis einer Behandlung oder einer Operation unzufrieden, sagt dies zunächst nichts darüber aus, ob tatsächlich ein Behandlungsfehler (umgangsprachlich Kunstfehler) des Arztes im juristischen Sinne vorliegt. Denn nicht der ästhetische Mißerfolg einer „Schönheitsoperation“ als solcher, sondern nur ein ärztlicher Behandlungsfehler oder eine unzureichende ärztliche Aufklärung vor dem Eingriff führen zu Ansprüchen auf Schmerzensgeld oder Schadenersatz.



      Die Beweisführung, ob es sich tatsächlich um einen Behandlungsfehler handelt, liegt grundsätzlich beim Patienten selbst. Erst wenn dies zweifelfrei belegt ist, hat man als Patient Anspruch auf Schadenersatz und/oder Schmerzensgeld. Daher ist es wichtig, die Behandlung so ausführlich wie möglich zu dokumentieren. Protokolle, Rechnungen, Aufklärungsbogen und ähnliches sollten gesammelt, das Ergebnis der Operation fotografisch mit Datum festgehalten werden.



      Als unzufriedener Patient sollte man zunächst versuchen, die Sachlage mit dem behandelnden Arzt zu klären, und ihm die Möglichkeit geben, den Fehler nachzubessern. Führt dies nicht zu einer Einigung, empfiehlt es sich, einen Anwalt mit Spezialisierung auf Medizinrecht hinzuzuziehen.



      Besteht keine Rechtsschutzversicherung, muß der Anwalt aus eigener Tasche bezahlt werden. Gemeinsam mit dem Anwalt kann nochmals eine Einigung mit dem Arzt angestrebt werden, oder der Patient wendet sich an die Gutachterkommission der jeweiligen Ärztekammern. Ein solches Verfahren vor der Schlichtungsstelle gegen den Arzt ist kostenlos. Diese Kommissionen bestehen aus Ärzten und Juristen, die die Fälle prüfen und entsprechende Gutachten erstellen. Im Durchschnitt enden 30 Prozent der Fälle mit der Zubilligung von Schadensersatz durch den Arzt bzw. seine Haftpflichtversicherung. Diese Entscheidung der Schlichtungsstelle hat allerdings im Gegensatz zu einem Urteil keinerlei Bindungswirkung, so daß der Prozeß durch ein Schlichtungsverfahren mitunter unnötig in die Läge gezogen werden kann.



      Bleibt die außergerichtliche Einigung mit dem Arzt erfolglos, kann der Patient auf gerichtlichem Wege zivilrechtliche Schritte in die Wege leiten, indem er auf Schmerzensgeld und Schadenersatz klagt. Strafrechtlich ermittelt der Staatsanwalt gegen den Arzt wegen unzureichender ärztlicher Aufklärung bzw. Behandlungsfehlern.



      Da solche Streitigkeiten sehr kostspielig werden und über Jahre hinziehen können, kommt der Wahl des richtigen Arztes im Vorfeld der Operation eine besondere Bedeutung zu. Die Entscheidung für einen bestimmtem Chirurgen sollte daher wohl überdacht und nicht leichtfertig „aus dem Bauch heraus“ getroffen werden.



      Sie sind der festen Überzeugung, daß bei Ihnen ein Behandlungsfehler vorliegt? Schreiben Sie uns, wo der Eingriff vorgenommen wurde und was dabei falsch gelaufen ist – idealerweise mit Vorher-Nachher Fotos sowie einer Detailaufnahme der betreffenden Stelle. Wenn Sie es wünschen, geben wir bzw. einer unserer Experten Ihnen Empfehlungen, was Sie unternehmen können.



      aesthetischplastische-chirurgi…handlungsfehlern.4.0.html



      ( Quelle: Aesthetische-Plastische-Chirurgie )




      weitere Adressen:

      Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht im Deutschen Anwaltsverein
      Littenstraße 11, D-10179 Berlin
      Tel.: 0049 (030) 7 26 15 21 28


      Bundesärztekammer:

      Herbert-Lewin-Str. 1, D-50931 Köln
      Tel.: 0049 (0221) 4 00 40

      URL: bundesaerztekammer.de


      Bundesrechtsanwaltskammer:

      URL: brak.de
      Lieben Gruß
      Petzi :herz


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