Angepinnt Infos zur Kostenübernahme Brustverkleinerung durch Krankenkasse

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    • Infos zur Kostenübernahme Brustverkleinerung durch Krankenkasse

      Hallo Ihr Lieben :herz,

      ich stelle hier mal die Zusammenfassung einer Sendung des MDR zum Thema Kostenübernahme Brustverkleinerung durch die Krankenkasse ein:

      Brustverkleinerung - Schönheits-OP oder medizinisch notwendig?

      Aktuelle Zahlen über Brustverkleinerungen in Deutschland werden im September herausgebracht. Nach Angaben der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. (GÄCD) wurden 2005 allein von deren Mitgliedern 4.717 Brustverkleinerungen vorgenommen. Die Zahl wird insgesamt auf eine fünfstellige Größe geschätzt.

      Kommt die Krankenkasse für Brustverkleinerung auf?

      Viele Frauen in Deutschland leiden unter zu großen, zu schweren oder stark hängenden Brüsten. Nacken-, Rücken-, Kopfschmerzen, Schmerzen durch einschneidende Büstenhalterträger und Hautirritationen an der Brustunterseite beeinträchtigen sie in ihrer Lebensführung. Von verletzenden Bemerkungen, denen sie täglich ausgesetzt sind, ganz zu schweigen.

      Die operativen Möglichkeiten der Brustverkleinerung sind Erfolg versprechend, viele Patientinnen haben danach keine oder nur noch geringe Beschwerden. Bis vor wenigen Jahren haben die medizinischen Dienste der Krankenkassen in nahezu allen Fällen bei Brustverkleinerung- und/oder -straffung eine Kostenübernahme befürwortet. Doch das scheint sich geändert zu haben. Nur noch wenige Antragstellerinnen bekommen die Kosten tatsächlich erstattet.


      Wer bekommt die Operationskosten erstattet?

      Die Krankenkassenvertreter berufen sich dabei auf die Entscheidung des medizinischen Dienstes. Wenig bekannt ist, dass die Krankenkassen durchaus auch gegen den Rat des medizinischen Dienstes die Kosten übernehmen könnten. Die Kostenübernahme der Brustverkleinerung durch die gesetzlichen Krankenkassen hängt auch von der Größe und dem Gewicht der Frauen ab. Grundsätzlich sind zwei Punkte für die Übernahme Voraussetzung: Jede Brust muss um mindestens 800 Gramm reduziert werden und es muss eine chronische Entzündung der Brustumschlagfalte vorliegen.

      Informieren Sie sich eingehend bei Ihrer Krankenkasse, ob sie die Kosten übernimmt.Erstattungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen
      Eine eventuelle Erstattungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen hinsichtlich einer Brustverkleinerung (Mammareduktionsplastik) ergibt sich aus Paragraf 27 Absatz 1 Satz 1 SGB V, nämlich immer nur dann, wenn es sich bei der Mammareduktionsplastik um eine Krankenbehandlung handelt. Das Sozialgesetzbuch definiert den Begriff "Krankheit" nicht. Gleichwohl wurde in der Rechtsprechung der Begriff "Krankheit" konkretisiert und insbesondere die Kostenerstattungspflicht für eine sogenannte Mammareduktionsplastik wie folgt herausgearbeitet:


      - Zunächst muss eine beeinträchtigte Körperfunktion vorliegen, d.h. körperliche Erkrankungen oder funktionelle Störung bestehen insbesondere orthopädischer Art("Wirbelsäulenbeschwerden").


      -Diese beeinträchtigten Körperfunktionen müssen zumindest auf die "Art" (insbesondere Gewicht und Größe) der Brust zurückzuführen sein.


      -Der chirurgischer Eingriff muss geeignet sein, die Krankheitsbeschwerden zu lindern oder zu beheben und


      -Alle ebenso geeigneten, konventionellen (herkömmlichen, üblichen) Methoden zur Behandlung der Krankheitsbeschwerden müssen erfolglos ausgeschöpft worden sein. Mit anderen Worten: eine Mammareduktionsplastik ist nur als ultima ratio anzusehen.


      Krankenkassen prüfen jeden Einzelfall

      Daraus ergibt sich, dass eine Kostenerstattung für eine Brustverkleinerung nur in begründeten Einzelfällen erfolgt und im Zweifel davon auszugehen ist, dass eine Kostentragungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen nicht besteht. Auf jeden Fall soll für den konkreten Einzelfall eine individuelle Beratung erfolgen. Insbesondere die Fachanwälte für Medizinrecht wären geeignete Ansprechpartner. Ob ein Anspruch besteht, kann letztendlich abschließend nur über das Sozialgericht entschieden werden.

      Wie geschieht eine Brustverkleinerung?

      Um die Brust zu verkleinern, gibt es über 200 Techniken. Welche Technik eingesetzt wird, hängt vom Können, Training und der Ausbildung des Operateurs ab, der Facharzt für Chirurgie, für Plastische Chirurgie oder ein Facharzt für Gynäkologie sein kann. Alle drei Fachärzte sollten unbedingt eine operative Zusatzausbildung für Brustchirurgie haben.

      Die operative Verkleinerung der Brust wird unter Vollnarkose durchgeführt. Je nach Schwierigkeitsgrad dauert sie zwischen 2,5 und vier Stunden. Die häufigste Komplikation, die auftreten kann, ist eine störende Narbenbildung. Dies tritt in rund zehn Prozent aller Fälle auf. In rund acht Prozent der Fälle kommt es zu einer Gefühlsstörung der Brustwarze, die teilweise oder ganz nach sechs Monaten wieder verschwindet. Außerdem kann es zu Blutergüssen und Entzündungen kommen.

      Adressen und Links zum Thema "Brustverkleinerung" |

      Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. (GÄCD)
      Königsteiner Straße 55a

      65812 Bad Soden a. T.
      Tel.: 06196 6524923
      Fax: 06196 6524925
      E-Mail: info@gacd.de

      gacd.de


      Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (ehem. VDPC)

      Langenbeck-Virchow-Haus
      Luisenstr. 58-59
      10117 Berlin
      Tel.: 030 28004450
      Fax: 030 28004459
      E-Mail: info@plastische-chirurgie.de

      vdpc.de


      Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

      11055 Berlin
      Tel.: 030 184410 (bundesweiter Ortstarif)
      Fax: 030 184411921
      E-Mail: info@bmg.bund.de

      bmg.bund.de


      Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten (DGVP) e.V.

      Lehrstr. 6
      64646 Heppenheim / Bergstraße
      Postfach 1241
      64630 Heppenheim
      Tel.: 06252 942980
      Fax: 06252 9429829
      E-Mail: info@dgvp.de

      dgvp.de


      Unabhängige Patientenberatung Deutschland - UPD gGmbH

      Littenstraße 10
      10179 Berlin
      Beratungstelefon: 01803 117722
      Mo-Fr 10-18 Uhr - 9 ct/min (aus dem dt. Festnetz)
      E-Mail: info@upd-online.de

      unabhaengige-patientenberatung.de



      Quelle: mdr.de/escher/4663899.html
      Lieben Gruß
      Petzi :herz


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