Briten entsagen Schönheits-OPs

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    • Briten entsagen Schönheits-OPs

      Ärzte sehen „globale Unruhe“ als Ursache

      In Großbritannien zeichnet sich ein bemerkenswerter Trend ab. Die Anzahl der Schönheitsoperationen fiel 2016 um beinahe 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das berichtet der britische Verband der ästhetisch-plastischen Chirurgen (British Association of Aesthetic Plastic Surgeons, BAAPS). Das ist der niedrigste Wert seit rund zehn Jahren.

      Jahrelang zeigte die Kurve der Statistik kontinuierlich nach oben. Im Jahr 2016 unterzogen sich die Briten insgesamt 30.750 Schönheitsoperationen - ein Minus von 39,9 Prozent, wie der Verband meldet. Die bei Frauen beliebteste Operation, die Brustvergrößerung, wurde um 20 Prozent weniger verlangt. Männer fragten um 35 Prozent seltener nach einer Nasenverschönerung, der von ihnen am häufigsten in Anspruch genommenen OP.

      „Behaglichkeit bevorzugt“
      Die Gründe für den eklatanten Rückgang werden in unterschiedlichen Ursachen vermutet. Die Ärzte des britischen Verbands BAAPS sehen „globale Unruhe und ein Übermaß an schlechten Nachrichten“ als Ursache dafür, dass Patienten „Stabilität und Behaglichkeit großen Lebensveränderung vorziehen“.
      Rajiv Grover, der die jährliche BAAPS-Bilanz zusammenstellt, sagte: „In einem Klima der weltweiten Brüchigkeit ist man weniger geneigt, Geld für große Neuerungen auszugeben und wird finanziell konservativer. Man zieht weniger kostenintensive, nicht chirurgische Eingriffe wie chemische Peelings und Mikrodermabrasion in Betracht, anstatt dauerhafte Veränderungen vornehmen zu lassen.“

      Soziale Medien als Abbild von Diversität?
      Beobachter der Social-Media-Szene orten die Ursachen für den Rückgang allerdings woanders. Der Netztrend, sich gegen Schönheits-OPs zu stellen, habe die Zahlen fallen lassen. Dieser Ansicht ist etwa das frühere britische Model Natasha Devon, das die NGO Self-Esteem Team gründete. Devon will Jugendlichen ein gesundes Bild ihres Körpers vermitteln.
      Sie sagte dem „Guardian“, dass sich durch die sozialen Medien die Vorbilder geändert hätten: „Als ich vor 15 Jahren Model war, hatten die Castingdirektoren eine sehr genaue Vorstellung von dem, was sie wollten, noch bevor du den Raum betreten hast. In ihrer Vision warst du eine Requisite und hast einem sehr eng gefassten Schönheitsideal entsprochen“, so Devon. „Heute sind die meistgebuchten Models die mit den meisten Followern auf Instagram. Das sind mehr und mehr Leute mit einem breiteren Spektrum an Formen, Größen, Alter und Rassen. Umgekehrt hat diese Repräsentation von Diversität, glaube ich, dazu beigetragen, dass sich die Menschen in ihrer Haut wohler fühlen.“

      Keine Langzeitprognose
      Zudem machte die Generation von Models und Rollenvorbildern, die früher ästhetische Eingriffe vornehmen ließ, diese derzeit wieder rückgängig, so Nadia Mendoza von Self-Esteem Team. „Das sendet eine starke Botschaft an die Fans.“ Man solle sich aber nicht von einer Statistik blenden lassen, so Mendoza. Plastische Chirurgie werde immer noch offen von den Reichen und Berühmten zelebriert.
      Langfristige Entwicklungen lassen sich ohnehin nur schwer ablesen, zumal die Zahlen nur für Großbritannien gelten. 2015, das als bisheriges Rekordjahr gilt, sind die Zahlen weltweit noch gestiegen. Laut dem Internationalen Verband plastischer Chirurgen (ISAPS) gab es weltweit damals 21,7 Millionen chirurgische Eingriffe für die Schönheit. Ganz vorne mit dabei sind die USA, Brasilien und Südkorea. Österreich ist nicht erfasst.

      Österreicher sind skeptisch
      Älteren Schätzungen der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie zufolge werden jährlich in Österreich etwa 50.000 Eingriffe vorgenommen: vor allem Lidkorrekturen, Brustvergrößerungen, Fettabsaugungen und Haartransplantationen. Das Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com meldete in einer Umfrage aus dem Jahr 2016, dass 6,7 Prozent eine Schönheitsoperation durchführen ließen, 3,4 Prozent der Männer und 9,9 Prozent der Frauen.
      12,3 Prozent der Befragten sahen solche Methoden sehr oder eher positiv, gut 60 Prozent lehnen sie mehr oder weniger ab. Drei Viertel der Befragten waren mit ihrem Aussehen zufrieden, fast 13 Prozent davon sogar sehr. Die Mehrheit der Österreicher war auch der Ansicht, dass man unnötige Operationen vermeiden wolle, und dass ihr Aussehen zwar nicht perfekt sei, ein chirurgischer Eingriff aber nicht das Mittel der Wahl.

      Kleinere Eingriffe beliebt
      Offenbar sehen das die Briten ähnlich. Während die Anzahl der chirurgischen Operationen innerhalb eines Jahres so stark fiel, blieb der Anstieg bei den kleineren Eingriffen unverändert. Auch jene OPs, die keine nicht-invasive Alternative haben, wie Bauchdeckenstraffung oder Ohrenkorrektur, erfreuen sich hier weiterhin wachsender Beliebtheit.


      (Quelle: orf.at/stories/2379212/2379213/ )
      Lieben Gruß
      Petzi :herz


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    • Dies schrieb dazu heute Hr. Dr. Klaus Hoffmann vom Hautteam-Bochum:


      Wenn man die Ästhetik konsequent aus ärztlichen in Laienhände gibt und damit der Zweitklassigkeit breiten Raum schafft, darf man sich nicht wundern wenn die Menschen misstrauisch werden. Im UK dürfen "Nichtärzte" sogar ganz regulär BOTOX etc einsetzen. Einige "Meinungsführer" der Branche aus UK sitzen mehr im Flieger als dass sie Patienten haben (gibts in Deutschland übrigens auch) das Ergebniss ist: Die Menschen werden skeptisch - MIT RECHT! In Deutschland haben wir ca. 25% Steigerung im Anno - Schädlich sind auch die, die "ALLES" können Nase, Brust; Fett, Laser, Genital - einfach alles - auch das darf man kritisch betrachten! QUALITÄT DURCH SPEZIALISIERUNG







      Und dies war meine Antwort dazu:



      Zitat: "Schädlich sind auch die, die "ALLES" können Nase, Bust; Fett, Laser, Genital - einfach alles - auch das darf man kritische betrachten! "

      Genau das bemängele ich auch schon seit Jahren und unterstreiche daher zu 100 % diese Aussage von Hr. Dr. Hoffmann !!!!
      Jeder der ALLES kann ???
      Hmm........also ich arbeite in meinem Beruf nun schon 19 Jahre, aber ich würde mir anmaßen zu sagen, ich kann alles und ich schnibbele nicht an Menschen rum.
      Doch warum sollen das Ärzte können ? Es ist und bleibt mir ein Rätsel !!!!






      Und wie seht ihr es ???ß
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      Petzi :herz


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    • Ich denke einfach, das es wie bei allem was man tut immer ein paar wenige Dinge gibt, die man gut kann. Ein Arzt der gute Brüste macht muss noch lange kein Fachmann für Nasen sein. Aber auch die Ärzte sind in der Regel Geschäftsleute, die Geld verdienen wollen. Da bietet es sich an eine breite Palette an OPs anzubieten. Irgendein Bereich wird schon vom Patienten gewünscht werden. Solange es ganz einfach ist gute Bewertungen im Netz zu hinterlassen, solange wird es Ärzte geben, die alles "können". Vom Scheitel bis zur Sohle quasi.