Änderung der Versicherungsbedingungen bei Folgekostenversicherung und bei medassure

    • Änderung der Versicherungsbedingungen bei Folgekostenversicherung und bei medassure

      Hallo zusammen,

      Folgekostenversicherung und medassure haben ja ihren Versicherungsschutz geändert, bzw. ausgeweitet. So ganz sind mir die Neuerungen noch nicht klar. Hat sich da schon jemand vertraut gemacht?

      Bei der Folgekostenversicherung kann man nun auch durch "esthetic plus" ästhetische Probleme absichern.
      Gibt es eigentlich Zahlen, wie oft welche Komplikation (egal ob ästhetisch oder medizinisch) auftritt. Aus dem Bauch raus würde ich mich am liebsten gegen alles Versichern lassen. Aber natürlich lässt sich die Versicherung das auch bezahlen. Ich kann wahnsinnig schlecht einschätzen, welche Risiken abzusichern sind und welche nicht, weil so selten.

      Danke
    • Hey!
      Ich schaue mir das heute Abend gerne mal an. Ich hab mich vor meiner eigenen OP recht intensiv damit auseinander gesetzt (vor den Neuerungen).
      Da ich die unkalkulierbaren Kostenrisiken (Wundheilungsstörungen, Infektionen Usw) so weit es geht abgesichert haben wollte, hatte ich mich für den umfassendsten Schutz entscheiden.

      Grundsätzlich ist jedoch das "Problem", dass einige Begriffe, die die Versicherungen verwenden, auslegungsbedürftig sind.
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    • Hallo! Ja super ilikechopin
      Das wäre toll. Die Änderungen sind doch enorm
      Folgekostenversicherung hat nun zwei Optionen esthetic plus und eine Zufriedenheitsgarantie. Statt dem rund um sicher.
      Aber da ist mir noch nicht ganz klar was nun alles abgedeckt wird.
      Bei medassure kann man nun alle medizinischen Komplikationen für bis zu fünf Jahre versichern. Also nicht nur kapselfibrose.

      Ich tendiere beim lesen für die Folgekostenversicherung. Da es dort eben nun möglich ist auch ästhetische Probleme durch die Versicherung beheben zu lassen. Hoffe halt dass im Ernstfall (von zB Double bubble) auch gezahlt wird, denn ein Arzt muss die Problematik ja auch attestieren. Dazu gibt es ja keine Erfahrungswerte
    • Hallo Pini,

      also:

      Pini schrieb:

      Gibt es eigentlich Zahlen, wie oft welche Komplikation (egal ob ästhetisch oder medizinisch) auftritt.
      Soweit ich weiß, gibt es keine solche Statistik - aus dem einfachen Grund, dass (meines Wissens nach) Komplikationen nicht meldepflichtig sind, schon gar nicht die Unzufriedenheit einer Patientin aus ästhetischen Gründen. Etwas anderes sind Fälle der Arzthaftung, also wenn der Arzt einen Fehler begeht ("Kunstfehler").

      Nun zu den Versicherungsbedingungen der Folgekostenversucherung (beautyprotect):

      Hier finden sich alle erforderlichen PDFs: beautyprotect.com/session?hid=EAQEVVKWEXSWRL94SN2VEPENE6
      Klick dann in der Tabelle in der Zeile Exclusive Germany auf Allgemeine Bedingungen (hab ich hier auch als Datei angefügt). Daraus zitiere ich jetzt.

      1. Grundsatz und "esthetic plus Option"


      "4 Kostenbeteiligung bzw. -übernahme für Heilbehandlungen (Ärztliche Behandlung, Hilfs- und
      Heilmittel)

      Die Kostenübernahme erstreckt sich ausschließlich auf die erforderliche Behandlung zur medizinisch
      notwendigen Beseitigung der aufgetretenen schicksalhaften Komplikation. Wird zeitgleich mit der
      Behandlung der Komplikation das ursprünglich geplante ästhetische Ergebnis wieder hergestellt, übernimmt
      der Versicherer die Gesamtkosten dieses Eingriffs.
      Wird das ursprünglich geplante ästhetische Ergebnis erst durch einen weiteren ästhetischen Eingriff erreicht,
      sind die Kosten für diesen zusätzlichen Eingriff nur abgedeckt, wenn der Versicherungsnehmer die "esthetic
      plus" Option' kostenpflichtig vereinbart hat (siehe Ziffer 4.5)."

      Das bedeutet im Klartext: der Grundtarif deckt nur echte Komplikationen ab (zB Wundheilungsstörung, Kapselfibrose Baker 3 oder 4). Wenn du dann deshalb operiert wirst, übernimmt die Versicherung in derselben OP auch die Kosten, die entstehen, damit dein gewünschtes Ergebnis wiederhergestellt wird. Solche Kosten sind zB die Mehrkosten für die längere Narkose, zusätzliches Arzthonorar, und möglicherweise auch neue Implantate (unklare Formulierung). Aber NUR in DERSELBEN OP.

      Es gibt hingegen auch den Fall, dass in dieser OP zB nur das Implantat entfernt, aber kein neues eingesetzt werden kann. Dann wird eine WEITERE OP erforderlich, um neue Implantate einzusetzen. In diesem Fall zahlt die Versicherung diese zweite OP nur dann, wenn die "Esthetic plus" Option vereinbart wurde. Hierbei werden auch die neuen Implantate gezahlt. Eine weitere Bewandnis hat die esthetic plus Option m.E. nach nicht.

      Genauer auch nochmal hier:


      "4.5 "esthetic plus"- Optionale Leistung
      Der Versicherer übernimmt zusätzlich die Kosten für einen weiteren ästhetischen Eingriff inklusive aller
      notwendigen Neben- und Folgebehandlungen, wenn aufgrund einer Komplikation gem. Ziffer 2, innerhalb
      der Dauer des Versicherungsschutzes, mit dem versicherten Eingriff das ursprünglich geplante Ergebnis nicht
      erreicht werden konnte. Auch die Kosten für zusätzlich benötigtes Material ersetzt der Versicherer."

      Aber ACHTUNG: "Für danach auftretende Komplikationen bietet der Versicherer keinen Versicherungsschutz mehr."

      Die esthetic plus Option gibts NUR mit dem Exclusive Tarif, nicht mit dem Komfort Tarif, ebenso wie die Zufriedenheitsgarantie.


      2. "Zufriedenheitsgarantie"

      "4.6 "Zufriedenheitsgarantie"- Optionale Leistung
      Der Versicherer übernimmt die Kosten für eine ästhetische Korrekturbehandlung, wenn die versicherte
      Person mit dem ästhetischen Ergebnis des versicherten Eingriffes aus subjektiven Gründen nicht zufrieden ist."


      Das bedeutet wohl tatsächlich, dass die Kosten für eine weitere OP übernommen werden, wenn einem das Ergebnis schlicht nicht gefällt.

      Auch hier allerdings mit folgender Einschränkung:

      "Die Leistung aus dieser Option erbringt der Versicherer nur, wenn eine erneute Behandlung medizinisch
      möglich und angeraten ist. Entstehen bei dieser Behandlung erneut Komplikationen, so sind nur die direkt im
      Zusammenhang mit der Behandlung entstandenen Komplikationen, bis zur ersten Entlassung aus der
      Klinik/Praxis, versichert. Für danach auftretende Komplikationen bietet der Versicherer keinen
      Versicherungsschutz mehr."


      Soll wohl heißen: Wenn NACH deiner Entlassung Komplikationen auftreten, sind diese nicht versichert. Den Passus finde ich allerdings etwas unverständlich.


      3. Implantatschutz

      Jo. Falls die Implantate durch zB Unfall zerstört werden - eher unwahrscheinlich. Deswegen auch vergleichsweise billig.


      4. Drei oder nur ein Jahr versichern?

      Geschmacksfrage. Im Grunde würde ich sagen, dass 1 Jahr reicht - denn vor allem finde ich es wichtig, dass unkalkulierbare Kosten versichert sind. Diese treten typischerweise direkt nach der OP auf. Beispiel: Infektion. Die Wahrscheinlichkeit ist zwar eher gering, aber im Extremfall können ganz erhebliche Kosten entstehen.
      Zum Thema Kapselfibrose: meines Wissens steigt die Wahrscheinlichkeit mit fortlaufender Zeit. Eine KF im ersten Jahr ist unwahrscheinlicher, als im 2. oder 3. Jahr. Jedoch sind hier die Kosten überschaubar - natürlich ist eine erneute OP teuer, aber da weiß man, was kostenmäßig in etwa auf einen zukommt.

      Ich persönlich habe dennoch 3 Jahre versichert, weil ich bei einem nicht notwendigen Eingriff einfach keine Lust auf Risiko hatte. Bei mir galten noch die alten Versicherungsbedingungen, die Zufriedenheitsgarantie gab es noch nicht.
      Ich kann mir auch nochmal die medassure anschauen. Zumindest als ich für meine OP verglichen hatte, fand ich die beautyprotect im Leistungsportfolio deutlich umfangreicher.

      Ich hoffe, das hilft schonmal.
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    • Pini schrieb:


      Bei der Folgekostenversicherung kann man nun auch durch "esthetic plus" ästhetische Probleme absichern.


      Ich kann wahnsinnig schlecht einschätzen, welche Risiken abzusichern sind und welche nicht, weil so selten.
      Risiken haben es ja an sich, dass sie nicht kalkulierbar sind.
      Meine Meinung dazu ist, wenn schon eine Folgekostenversicherung, dann inklusive ästhetische Probleme. In allen Fällen von Komplikationen die mir bekannt sind, war die Ästhetik mitbetroffen bzw eine Folgebehandlung unumgänglich.

      Noch eine Bemerkung zum Unfallschutz: da ist, denke ich, das Risiko eher einschätzbar, je nach Sportart oder Tätigkeit die du ausübst. Also bei Gleitschirmfliegen, Kitesurfing, Reiten, Bergsteigen etc. würde ich den Unfallschutz auf jeden Fall dazuwählen...
      Neue Brüste seit 03.07.2017 ... seither im 7ten Himmel :antoni




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    • charlie0905 schrieb:

      Pini schrieb:

      Bei der Folgekostenversicherung kann man nun auch durch "esthetic plus" ästhetische Probleme absichern.


      Ich kann wahnsinnig schlecht einschätzen, welche Risiken abzusichern sind und welche nicht, weil so selten.
      Risiken haben es ja an sich, dass sie nicht kalkulierbar sind.Meine Meinung dazu ist, wenn schon eine Folgekostenversicherung, dann inklusive ästhetische Probleme. In allen Fällen von Komplikationen die mir bekannt sind, war die Ästhetik mitbetroffen bzw eine Folgebehandlung unumgänglich.

      Noch eine Bemerkung zum Unfallschutz: da ist, denke ich, das Risiko eher einschätzbar, je nach Sportart oder Tätigkeit die du ausübst. Also bei Gleitschirmfliegen, Kitesurfing, Reiten, Bergsteigen etc. würde ich den Unfallschutz auf jeden Fall dazuwählen...

      Nicht alle Risiken sind unkalkulierbar. Die Kosten für die Behandlung einer Kapselfibrose sind kalkulierbar. Die einer Infektion nicht.
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    • Das ist richtig ... Kosten sind selbstverständlich kalkulierbar.

      Ich meine aber, das Risiko bzw die Wahrscheinlichkeit persönlich von einer Komplikation betroffen zu sein, ist es nicht! Komplikationen sind leider schicksalhaft und daher nicht vorhersehbar. Das macht das ganze auch so schwierig.

      Meine vorherige Antwort bezog sich daher auf Pini's Frage:

      "Gibt es eigentlich Zahlen, wie oft welche Komplikation (egal ob ästhetisch oder medizinisch) auftritt. Aus dem Bauch raus würde ich mich am liebsten gegen alles Versichern lassen. Aber natürlich lässt sich die Versicherung das auch bezahlen. Ich kann wahnsinnig schlecht einschätzen, welche Risiken abzusichern sind und welche nicht, weil so selten."
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    • charlie0905 schrieb:

      Das ist richtig ... Kosten sind selbstverständlich kalkulierbar.

      Ich meine aber, das Risiko bzw die Wahrscheinlichkeit persönlich von einer Komplikation betroffen zu sein, ist es nicht! Komplikationen sind leider schicksalhaft und daher nicht vorhersehbar. Das macht das ganze auch so schwierig.

      Meine vorherige Antwort bezog sich daher auf Pini's Frage:

      "Gibt es eigentlich Zahlen, wie oft welche Komplikation (egal ob ästhetisch oder medizinisch) auftritt. Aus dem Bauch raus würde ich mich am liebsten gegen alles Versichern lassen. Aber natürlich lässt sich die Versicherung das auch bezahlen. Ich kann wahnsinnig schlecht einschätzen, welche Risiken abzusichern sind und welche nicht, weil so selten."
      Achso! :)
      Da kann ich dir nur beipflichten!
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